Axel im Interview: IT-Projekte, KI-Trends und Arbeiten bei pep.digital
Wie arbeitet ein Softwareentwickler bei pep.digital? Axel erzählt im Interview von seinem Alltag zwischen Frontend, Backend und Kundenprojekten. Er berichtet, wie er an einem Passport-Scanner arbeitet, warum ihn Large Language Models und Coding-Agenten beschäftigen und was flexible Arbeitszeit sowie fachliche Weiterentwicklung für ihn bedeuten. Außerdem erklärt er, warum gute digitale Produktentwicklung lange vor dem ersten Code beginnt.

28. September 2026

Wer bist du und wie bist du zur Softwareentwicklung gekommen?
Ich bin Axel und Softwareentwickler bei pep.digital GmbH. Ich treibe sowohl im Frontend als auch im Backend mein Unwesen ;). Für mich ist Softwareentwicklung nicht einfach ein Beruf, sondern eine Berufung.
Angefangen hat alles mit dem Bachelor in Technischer Informatik an der Hochschule Esslingen, 2018. Danach im Master in Angewandter Informatik hat es mich dann Stück für Stück in die Webentwicklung gezogen und da fühle ich mich heute zuhause. Nach meinem Abschluss im Jahr 2021 habe ich zunächst zwei berufliche Stationen durchlaufen und bin inzwischen seit zwei Jahren bei pep.digital tätig.
Woran arbeitest du aktuell in deinem Softwareprojekt?
Aktuell bin ich in einem Kundenprojekt tätig, in dem ich zunächst eigenverantwortlich die Voranalyse für einen Passport-Scanner durchgeführt und anschließend einen technischen Durchstich realisiert habe.
Jetzt beginnt die zweite Phase für den Passport-Scanner. Aktuell unterstütze das Projekt-Team bei der Weiterentwicklung dessen Funktionalitäten. Konkret geht es darum, nicht nur Pässe zu scannen, sondern auch deren Echtheit zu überprüfen.
Was bedeutet „flexible Arbeitszeit“ für dich ganz persönlich?
Für mich bedeutet flexible Arbeitszeit, dass Arbeit ein gestaltbarer Teil meines Lebens ist und sich mein Leben nicht um eine starre Struktur legt.
Ich kenne es ehrlich gesagt auch gar nicht anders. Mein Einstieg ins Berufsleben 2021 fiel mitten in die Hochphase des Homeoffice. Wo vorher starre Büropräsenz die Norm war, wie noch in meinem Praxissemester, erlebe ich seitdem eine Arbeitswelt, die diese Flexibilität einfach mitbringt.
Als Beispiel will ich diesen Sommer bewusster erleben. Also fange ich früher an zu arbeiten und reduziere meine Büroanwesenheit von drei auf zwei Tage. Die gesparte Anfahrt gibt mir mehr vom Tag, und das soziale Umfeld im Büro vermisse ich trotzdem nicht, weil ich ja weiterhin regelmäßig da bin.
Und das Schöne daran: Nichts ist in Stein gemeißelt. Wenn sich meine Bedürfnisse ändern, passe ich es einfach wieder an.
Welche Trends in der Softwareentwicklung findest du aktuell spannend?
Lustigerweise habe ich in meiner Bachelor- und Masterarbeit immer versucht, einen Bogen um KI zu machen. Damals waren es neuronale Netze und Deep Learning, was halt so um 2018 und 2020 angesagt war. Aber jetzt, mit den ganzen LLMs und Coding-Agenten, gibt es kein Halten mehr.
Also ja, ich beschäftige mich aktuell intensiv mit Künstlicher Intelligenz. Ich lese viel, probiere aus und versuche, meine Gedanken und Erkenntnisse zu teilen. Am meisten interessiert mich die Meta-Ebene: Wie werden LLMs und Coding Agenten den Software-Entwicklungsprozess verändern? Mehr dazu erfährst du in unserem Beitrag über KI-gestützte Codegenerierung.
Ich schreibe gerade selbst einen Blogartikel dazu, der leider noch nicht ganz fertig ist. Sobald dieser so weit ist, wird er hier verlinkt. Aber ich spoilere schon mal: Es geht um die Komplexität in der Softwareentwicklung und wie ich mir vorstelle, dass LLMs diese beeinflussen werden.
„Bevor man irgendetwas digitalisiert, muss man verstehen, welches Problem überhaupt gelöst werden soll.“
Warum ist pep.digital ein guter Ort um sich als Softwareentwickler weiterzuentwickeln?
Wie schon angesprochen, gibt es bei uns nicht nur eine zeitliche und örtliche Flexibilität, sondern auch viel Raum für fachliche Weiterentwicklung. In der Softwareentwicklung kann man Lösungen nicht einfach nachschlagen und anwende. Jedes Problem muss neu durchdrungen werden, bevor man es lösen kann. Und das geht nicht allein. Es braucht einen Raum, in dem eine Kultur gedeihen kann, in der Wissen geteilt und Erfahrungen weitergegeben werden, damit das eigene Denken wächst. Bei pep.digital wurde das verstanden und die fachliche Weiterentwicklung ist genau deshalb ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags.
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Was ist das Spannende daran, einen Prozess zu digitalisieren?
Ich sehe mich als digitalen Produktentwickler, und das fängt weit vor dem Code an. Bevor man irgendetwas digitalisiert, muss man verstehen, welches Problem überhaupt gelöst werden soll. Denn es macht keinen Sinn, einen schwerfälligen analogen Prozess einfach eins zu eins ins Digitale zu übersetzen. Software bringt ihre eigenen Herausforderungen mit. Sie kann sehr schnell unglaublich komplex werden, wenn man dem nicht aktiv entgegensteuert. Einen schlecht durchdachten Prozess zu digitalisieren, führt nur noch zu mehr Komplexität. Das wäre ein verschwenderischer Einsatz von Ressourcen, und die Nutzer würden darunter leiden, für die wir das Softwareprodukt eigentlich erstellen.
Diese Frage stellt sich nicht nur am Anfang, sondern immer wieder. Aber wenn der Rahmen steht, fängt die Zusammenarbeit zwischen Kunde und Entwicklerteam an. Und hier wird es für mich richtig spannend. Der Kunde steht vor der Herausforderung, seine Anforderungen in Sprache und Schaubilder zu fassen und uns näherzubringen. Und die sind von Natur aus unscharf, widersprüchlich, voller impliziter Annahmen, das ist keine Schwäche, das ist eine inhärente Eigenschaft menschlicher Kommunikation. Das muss man sich bewusst machen, denn am anderen Ende steht Code, die formalste ausführbare Ausdrucksform, die wir kennen. Und auf diesem Weg, zwischen einem vagen Verständnis und dem klaren Ausdruck von Code, liegt sehr viel Interpretationsspielraum. Schicht für Schicht legt man frei, was eigentlich gemeint ist. Und wenn sich das Vage in etwas Klares verwandelt, hat das etwas Magisches, ein langer Aha-Moment, in dem sich Wissen aufbaut, bis es klick macht. Diesen gesamten Prozess finde ich spannend.
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Quellen
- [1]https://www.hs-esslingen.de/technische-informatik
- [2]https://www.hs-esslingen.de/
- [3]https://www.hs-esslingen.de/informatik-und-informationstechnik/studienangebote/masterstudiengaenge/angewandte-informatik-msc
- [4]https://pep-digital.de/blog/ki-gestuetzte-codegenerierung-chancen-risiken-und-was-it-entscheider-jetzt-wissen-muessen
- [5]https://pep-digital.de/
- [6]https://pep-digital.de/
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